Wärmepumpenstrom-Tarif 2026: Anbieter, Zähler und Module im Vergleich

Wärmepumpenstrom-Tarif 2026: Module nach § 14a EnWG, separater Zähler ab welchem Verbrauch und Anbietergruppen im Vergleich, mit Break-even-Rechnung.
Titelbild Zum Wärmepumpentarif Und Zur Zählerauswahl

Ein Wärmepumpenstrom-Tarif ist ein Stromtarif, der ausschließlich den Verbrauch der Wärmepumpe abrechnet und in der Regel günstiger ist als Haushaltsstrom. Voraussetzung ist fast immer ein eigener Zähler oder zumindest ein eigener Zählpunkt, denn nur dann greifen die reduzierten Netzentgelte nach § 14a EnWG und die Befreiung von einzelnen Umlagen. Ob sich der Sondertarif lohnt, hängt vom Jahresverbrauch, von den Zusatzkosten für den zweiten Zähler und vom gewählten Netzentgelt-Modul ab. Dieser Ratgeber ordnet die Optionen ein, vergleicht die typischen Anbietergruppen und zeigt, an welchem Punkt sich der Wechsel rechnet.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Wärmepumpen, die seit Januar 2024 in Betrieb gehen, müssen steuerbar sein und erhalten dafür einen Rabatt auf die Netzentgelte.
  • Zur Wahl stehen Modul 1 (pauschaler Rabatt), Modul 2 (60 Prozent weniger Netzentgelt-Arbeitspreis, nur mit eigenem Zählpunkt) und Modul 3 (zeitvariables Netzentgelt, nur zusammen mit Modul 1).
  • Ein separater Zähler verursacht zusätzliche Grundkosten und rechnet sich nach Einschätzung der Verbraucherzentrale meist erst ab rund 4.000 kWh Wärmepumpenstrom pro Jahr.
  • Neben bundesweiten Anbietern lohnt immer der Blick auf den örtlichen Grundversorger, da nicht jeder regionale Wärmepumpentarif in Vergleichsrechnern erscheint.
  • Die Modulwahl ist an den Betreiber gebunden: Bei Einzug in ein Haus mit Wärmepumpe muss sie neu getroffen werden, sonst gilt automatisch Modul 1.

Was einen Wärmepumpentarif von Haushaltsstrom unterscheidet

Physikalisch ist Wärmepumpenstrom derselbe Strom wie im übrigen Haushalt. Der Unterschied liegt in den staatlich regulierten Preisbestandteilen. Ein großer Teil des Strompreises besteht aus Netzentgelten, Umlagen und Steuern, und genau hier setzen die Vergünstigungen für Wärmepumpen an.

Reduzierte Netzentgelte nach § 14a EnWG

Wärmepumpen, Wallboxen und Stromspeicher gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtungen (SteuVE). Der Netzbetreiber darf ihre Leistung bei drohender Netzüberlastung zeitweise drosseln, muss aber eine Mindestleistung garantieren. Im Gegenzug sinkt das Netzentgelt. Nach Angaben der Bundesnetzagentur zu steuerbaren Verbrauchseinrichtungen stehen seit dem 1. Januar 2024 zwei Module zur Verfügung, seit April 2025 ein drittes. Der Netzbetreiber darf den Anschluss neuer Wärmepumpen zudem nicht mehr mit Verweis auf eine mögliche lokale Überlastung ablehnen oder verzögern.

Befreiung von Umlagen nach § 22 EnFG

Zusätzlich sieht § 22 des Energiefinanzierungsgesetzes eine Sonderregel für elektrisch angetriebene Wärmepumpen vor: Für Strom, der über einen eigenen Zählpunkt in die Wärmepumpe fließt, entfallen die KWK-Umlage und die Offshore-Netzumlage. Auch dieser Vorteil setzt die getrennte Messung voraus. Wird der Wärmepumpenstrom gemeinsam mit dem Haushaltsstrom über einen Zähler erfasst, fällt der Umlagevorteil weg.

Was Wärmepumpenstrom aktuell kostet

Konkrete Preise hängen stark von Postleitzahl, Netzgebiet und Anbieter ab. Als Orientierung nennt der Heiztechnikhersteller Viessmann für Wärmepumpenstrom rund 22 bis 25 Cent pro Kilowattstunde, Stand August 2025. Da sich Netzentgelte jährlich zum 1. Januar ändern, sollten Betreiber diese Spanne nur als groben Rahmen verstehen und den Preis für die eigene Adresse tagesaktuell prüfen.

Die drei Module im Überblick

Die Wahl des Moduls entscheidet maßgeblich darüber, wie hoch der Netzentgeltvorteil ausfällt. Die folgende Übersicht fasst die Regelungen der Bundesnetzagentur zusammen.

Modul Funktionsweise Voraussetzung Geeignet für
Modul 1 Pauschale Reduzierung des Netzentgelts pro Jahr Keine getrennte Messung nötig Gemeinsamer Zähler, geringer Wärmepumpenverbrauch
Modul 2 Arbeitspreis des Netzentgelts sinkt um 60 Prozent Eigener Zählpunkt für die Wärmepumpe Hoher Verbrauch, separater Zähler
Modul 3 Zeitvariables Netzentgelt mit günstigen und teuren Zeitfenstern Nur in Kombination mit Modul 1, intelligentes Messsystem Flexibler Betrieb, z. B. mit Pufferspeicher

Modul 1: pauschaler Rabatt

Modul 1 ist die Standardvariante. Der Rabatt wird unabhängig vom Verbrauch gewährt und unterscheidet sich je nach Netzgebiet. Laut Bundesnetzagentur lag er 2024 zwischen 106 und 210 Euro brutto pro Jahr, im Durchschnitt bei etwa 150 Euro. Wer keine Entscheidung trifft, erhält automatisch Modul 1.

Modul 2: prozentuale Reduzierung

Bei Modul 2 reduziert sich der Arbeitspreis des Netzentgelts um 60 Prozent. Der Vorteil wächst also mit jeder Kilowattstunde. Ein vereinfachtes Rechenbeispiel mit angenommenen Werten: Beträgt der Netzentgelt-Arbeitspreis in einem Netzgebiet 8 Cent pro kWh, sinkt er um 4,8 Cent. Bei 6.000 kWh Wärmepumpenstrom entspricht das 288 Euro im Jahr. Die tatsächlichen Netzentgelte veröffentlicht der jeweilige Netzbetreiber.

Modul 3: zeitvariables Netzentgelt

Modul 3 ergänzt Modul 1 um Preisstufen je nach Tageszeit. Wer die Wärmepumpe vorrangig in günstigen Zeitfenstern laufen lässt, kann zusätzlich sparen. Allerdings hapert es vielerorts an der Umsetzung: Am 28. Mai 2026 hat die Bundesnetzagentur zwei Netzbetreibern Zwangsgelder angedroht, weil diese die Vorgaben verzögert umsetzten. Die Behörde stellt klar, dass Verbraucher nicht auf Modul 3 verzichten müssen, nur weil ihr Netzbetreiber die Vorgaben nicht umsetzt.

Modul wechseln und Hauskauf

Ein Wechsel zwischen den Modulen ist grundsätzlich einmal pro Jahr möglich, jedoch nie rückwirkend. Die Auswahl erfolgt laut den FAQ der Bundesnetzagentur zu § 14a EnWG entweder bei der Anmeldung der Anlage beim Netzbetreiber oder beim Abschluss des Liefervertrags gegenüber dem Stromlieferanten. Wichtig beim Kauf oder bei der Miete eines Hauses mit bestehender Wärmepumpe: Die Modulwahl des Vorbesitzers geht nicht über. Neue Bewohner müssen aktiv wählen, sonst wird Modul 1 abgerechnet.

Separater Zähler: Wann er sich rechnet

Die Frage nach dem zweiten Zähler ist der zentrale Punkt jeder Tarifentscheidung. Ein separater Zähler bringt den Umlagevorteil nach § 22 EnFG und ermöglicht Modul 2, verursacht aber eigene Kosten. Die Verbraucherzentrale beziffert die zusätzliche Grundgebühr für einen zweiten Zähler auf durchschnittlich etwa 95 Euro pro Jahr und nennt als groben Orientierungswert einen Verbrauch ab etwa 4.000 kWh pro Jahr. Neubauten mit sehr effizienter Wärmepumpe und geringem Verbrauch fahren oft mit Haushaltsstrom günstiger.

Ein Zähler Und Separater Zähler Im Kostenvergleich

Break-even-Rechnung

Wie groß der Preisvorteil pro Kilowattstunde sein muss, damit die rund 95 Euro Mehrkosten gedeckt sind, lässt sich einfach berechnen: Mehrkosten geteilt durch Jahresverbrauch.

Jahresverbrauch Wärmepumpe Nötiger Preisvorteil pro kWh
2.500 kWh 3,8 Cent
4.000 kWh 2,4 Cent
6.000 kWh 1,6 Cent
8.000 kWh 1,2 Cent

Bei niedrigem Verbrauch muss der Wärmepumpentarif also deutlich günstiger sein als Haushaltsstrom, bei hohem Verbrauch genügt ein kleiner Abstand. Zu beachten ist, dass neben der Grundgebühr für den Zähler auch der Grundpreis des zweiten Liefervertrags anfällt. Welche Rolle Arbeits- und Grundpreis jeweils spielen, erläutert der Beitrag zu Arbeitspreis und Grundpreis beim Strom.

Einbau des Zählers

Den Zählerplatz richtet ein eingetragener Elektroinstallateur ein, die Anmeldung erfolgt beim Netzbetreiber. Bei neuen steuerbaren Anlagen gehört eine Steuereinrichtung dazu, über die der Netzbetreiber die Leistung bei Bedarf drosseln kann. Je nach Zählerschrank können Umbaukosten entstehen, die in die Wirtschaftlichkeitsrechnung gehören. Ein Angebot des Elektrobetriebs vor der Tarifentscheidung schafft hier Klarheit.

Ältere Wärmepumpen mit eigenem Zähler

Für Wärmepumpen, die vor 2024 in Betrieb gegangen sind und bereits einen eigenen Stromzähler haben, gelten laut Verbraucherzentrale besondere Übergangsregeln. Betreiber solcher Bestandsanlagen sollten beim Netzbetreiber nachfragen, ob und wann ein Wechsel in die neuen Module sinnvoll ist, statt die Anlage ungeprüft umzumelden.

Wärmepumpenstrom-Anbieter im Vergleich

Wärmepumpentarife werden von sehr unterschiedlichen Anbietergruppen angeboten. Ein Vergleich sollte deshalb nicht bei einer Marke stehen bleiben, sondern die verfügbaren Wege nebeneinanderlegen.

Option Typische Beispiele Stärken Einschränkungen
Vergleichsportal Tarifly, Verivox, Check24 Viele Anbieter auf einen Blick, Filter nach Preisgarantie, Laufzeit und Ökostrom Nicht jeder regionale Sondertarif ist gelistet
Bundesweiter Energieversorger E.ON, EnBW, Yello Tarife für getrennte und gemeinsame Messung, oft mit Preisgarantie Preis variiert stark nach Netzgebiet
Regionaler Versorger und Stadtwerk Energie Brandenburg, örtliche Stadtwerke Kennt Netzgebiet und lokale Zählersituation Angebot auf das eigene Gebiet beschränkt
Ökostrom-Spezialist Octopus Energy, Teamstrom Wärmepumpentarife aus erneuerbaren Energien, teils zeitvariable Modelle Konditionen je nach Zählerausstattung unterschiedlich
Haushaltsstrom ohne Sondertarif Jeder Haushaltsstromtarif Kein zweiter Zähler, keine Zusatzkosten Kein Umlagevorteil, kein Modul 2

Zählervarianten bei den Anbietern

Große Versorger unterscheiden ihre Tarife meist nach Messkonzept. E.ON etwa bietet Wärmepumpenstrom sowohl für einen separaten Zähler mit einem Zählwerk als auch für einen gemeinsamen Zähler mit Haushaltsstrom an. Auch bei Yello und EnBW fragt der Tarifrechner zuerst nach der Heizart und der Zählerart. Bei gemeinsamer Messung wird der Gesamtverbrauch aus Haushalt und Wärmepumpe angegeben. Diese Unterscheidung ist für jeden Vergleich entscheidend, da sich Preise und Vorteile je nach Variante deutlich unterscheiden.

Der örtliche Grundversorger als Pflichtvergleich

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass viele Rechner die Situation vor Ort nur über die Postleitzahl abbilden und manche Tarife nach § 14a EnWG nicht in Standardrechnern auftauchen. Eine direkte Anfrage beim Grundversorger ergänzt den Online-Vergleich deshalb sinnvoll. Zudem rät die Verbraucherzentrale, nicht ausschließlich nach Preisgarantie zu filtern, weil dadurch gerade in regionalen Gebieten günstige Tarife ohne Garantie aus dem Blick geraten.

Dynamische Tarife für Wärmepumpen

Eine weitere Option sind dynamische Stromtarife, deren Arbeitspreis sich stündlich am Börsenstrompreis orientiert. Für Wärmepumpen mit Pufferspeicher oder gut gedämmte Gebäude kann das interessant sein, weil sich der Betrieb in günstige Stunden verschieben lässt. Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem. Für wen sich das Modell lohnt, beschreibt der Ratgeber zu dynamischen Stromtarifen. Wer Wärmepumpe und E-Auto gemeinsam betreibt, findet im Beitrag zum Stromtarif für Wärmepumpe und E-Auto eine Einordnung der Kombinationsmöglichkeiten.

Worauf es beim Tarifvergleich ankommt

Ein belastbarer Vergleich setzt korrekte Eingaben voraus. Folgende Schritte haben sich bewährt:

  1. Verbrauch ermitteln: Den Wärmepumpenverbrauch aus der letzten Abrechnung oder dem Zählerstand ablesen. Bei Neubauten liefert die Heizlastberechnung oder der Installateur einen Schätzwert. Orientierung zum übrigen Bedarf bietet der Überblick zum durchschnittlichen Stromverbrauch im Haushalt.
  2. Zählersituation klären: Separater Zähler, gemeinsamer Zähler oder Zweitarifzähler bestimmen, welche Tarife überhaupt infrage kommen.
  3. Modul festlegen: Modul 1 bei gemeinsamem Zähler oder niedrigem Verbrauch, Modul 2 bei eigenem Zählpunkt und hohem Verbrauch prüfen, Modul 3 nur bei verfügbarem intelligentem Messsystem.
  4. Gesamtkosten vergleichen: Arbeitspreis, Grundpreis, Zählerkosten und Bonus über die gesamte Laufzeit betrachten, nicht nur den Preis pro kWh.
  5. Vertragsbedingungen prüfen: Laufzeit, Kündigungsfrist und Umfang der Preisgarantie vergleichen. Bei manchen Preisgarantien sind Netzentgelte und staatliche Abgaben ausgenommen, das Kleingedruckte zeigt den genauen Umfang.
  6. Grundversorger gegenprüfen: Das beste Online-Ergebnis mit dem regionalen Angebot abgleichen.

Der eigentliche Wechsel funktioniert wie bei Haushaltsstrom: Der neue Anbieter kündigt in der Regel den alten Vertrag. Fristen und Ablauf beschreibt der Ratgeber Stromanbieter wechseln.

Wärmepumpe ohne Photovoltaik

Ohne eigene Solaranlage wird der gesamte Wärmepumpenstrom aus dem Netz bezogen. Der Tarif hat dann einen besonders großen Einfluss auf die Heizkosten. Wie sich der Betrieb einer Wärmepumpe ohne Photovoltaik rechnet und mit welchem Verbrauch zu kalkulieren ist, zeigt eine Betrachtung aus dem polnischen Markt, deren Grundlogik sich auf deutsche Haushalte übertragen lässt. Mit Photovoltaik sinkt der Netzbezug, was die Rechnung für einen separaten Zähler verändert: Je weniger Netzstrom die Wärmepumpe braucht, desto später erreicht der Zweitzähler die Gewinnschwelle.

Alternativen zur Wärmepumpe einordnen

Wer noch vor der Entscheidung für ein Heizsystem steht, vergleicht neben Tarifen auch Technologien. Ein Elektroheizkessel benötigt bei gleicher Wärmemenge ein Vielfaches an Strom, weil er keine Umweltwärme nutzt. Ein Vergleich von Elektroheizkessel und Wärmepumpe mit Blick auf Platzbedarf, Warmwasser und Lebenszykluskosten hilft, die Größenordnung der Stromkosten realistisch einzuschätzen.

Tarife für die eigene Adresse vergleichen

Der Stromvergleich von Tarifly zeigt Stromtarife für die eingegebene Postleitzahl und den individuellen Verbrauch. Ergebnisse lassen sich nach Laufzeit, Preisgarantie, Bonus und Nachhaltigkeit filtern, alle Kosten werden aufgeschlüsselt. Die Nutzung ist kostenlos, angezeigt werden ausschließlich seriöse Anbieter.

Unsere Einschätzung

Unsere Einschätzung — Overview Diagram

Wir sehen bei Wärmepumpenstrom häufig, dass die Entscheidung am falschen Ende beginnt: beim niedrigsten Preis pro Kilowattstunde. Ausschlaggebend ist jedoch zuerst die Messfrage, also ob ein eigener Zählpunkt vorhanden ist oder sich lohnt. Erst danach ergibt ein Preisvergleich Sinn, weil Tarife für getrennte und gemeinsame Messung nicht miteinander vergleichbar sind.

Für Haushalte mit hohem Wärmepumpenverbrauch und separatem Zähler ist ein eigener Tarif in Kombination mit Modul 2 meist die naheliegende Wahl. Bei gut gedämmten Neubauten mit geringem Verbrauch empfehlen wir dagegen, die Variante mit gemeinsamem Zähler und Modul 1 ernsthaft durchzurechnen, bevor Geld in einen zweiten Zählerplatz fließt. In beiden Fällen gilt: Den Vergleich mit klaren Kosten führen und das Ergebnis mit dem Angebot des Grundversorgers abgleichen. Genau diese Transparenz bei Grundpreis, Arbeitspreis und Bonus stellen wir in unseren Vergleichen in den Vordergrund.

— A. Alsaadi

Empfehlungen

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und auf Richtigkeit geprüft. Er dient nur der allgemeinen Information.

Häufige Fragen zum Wärmepumpenstrom

Wie viel kostet Wärmepumpenstrom?

Der Preis hängt von Netzgebiet, Anbieter und Zählerkonzept ab. Viessmann nannte für August 2025 eine Spanne von etwa 22 bis 25 Cent pro kWh. Da Netzentgelte jährlich neu festgelegt werden, ist ein aktueller Vergleich für die eigene Postleitzahl unerlässlich.

Ist ein Wärmepumpentarif ohne separaten Zähler möglich?

Ja, einige Anbieter bieten Tarife für gemeinsame Messung von Haushalt und Wärmepumpe an. In diesem Fall ist Modul 1 möglich, die Umlagebefreiung nach § 22 EnFG und Modul 2 setzen jedoch einen eigenen Zählpunkt voraus.

Ab welchem Verbrauch lohnt sich ein zweiter Zähler?

Die Verbraucherzentrale nennt als groben Richtwert etwa 4.000 kWh Wärmepumpenstrom pro Jahr. Darunter decken die Einsparungen die Zusatzkosten von durchschnittlich rund 95 Euro pro Jahr oft nicht.

Wird Wärmepumpenstrom 2026 günstiger?

Eine pauschale Aussage ist nicht möglich, da Netzentgelte und Beschaffungskosten regional unterschiedlich ausfallen. Sicher ist, dass die Netzentgeltrabatte nach § 14a EnWG weiterhin gelten und Modul 3 die Möglichkeit bietet, zeitlich flexibel günstiger zu heizen.

Was passiert mit der Modulwahl bei einem Hauskauf?

Die Wahl des Vorbesitzers wird nicht übernommen. Neue Betreiber müssen das Modul beim Netzbetreiber oder Lieferanten selbst wählen, andernfalls wird automatisch Modul 1 abgerechnet.