Home - Stromtarife - Stromanbieter wechseln 2026: So sparen Sie in wenigen Schritten
Stromanbieter wechseln 2026: So sparen Sie in wenigen Schritten
- Inhaltsverzeichnis
- Schnell‑Check: Was Sie jetzt prüfen sollten
- Wann genau lohnt sich ein Wechsel?
- Benötigte Unterlagen und Begriffserklärungen
- Kündigungsfristen und wann Sie selbst aktiv werden müssen
- Der technische Wechselprozess: Was die 24‑Stunden‑Regel wirklich bedeutet
- Wie Sie Tarife richtig vergleichen: Bonus, Preisgarantie und Laufzeit
- Schritt für Schritt: Vom Vergleich bis zur Zählerstandsmeldung
- Wenn etwas schiefgeht: Ersatzversorgung und Ansprechpartner
- Wechselbarrieren erkennen und überwinden
- Wechselprämien richtig einordnen
- Was passiert mit Abschlägen und Abrechnungen beim Wechsel?
- Doppellieferungen und Lieferunterbrechungen vermeiden
- Perspektive des Herausgebers: Warum jährliches Prüfen wichtig ist
- Wie Tarifly Ihnen den Wechsel abnimmt
- Quellen
- FAQ
- Empfehlungen
Ja, ein Wechsel lohnt sich für die meisten Haushalte, besonders in der Grundversorgung oder nach einer Preiserhöhung. Der technische Umschaltvorgang dauert werktags oft nur 24 Stunden, doch vertragliche Kündigungsfristen bleiben davon unberührt. Legen Sie vorher Ihre MaLo‑ID, Ihren Jahresverbrauch und die letzte Stromrechnung bereit, dann geht der Rest fast von selbst.
Kurz gesagt:
- Für den Stromwechsel sind die Jahresverbrauchsangabe, MaLo‑ID und aktuelle Preise die wichtigsten Daten, die vorab geprüft werden sollten.
- Bei bestehenden Preiserhöhungen oder im Wechsel aus der Grundversorgung lohnt sich ein sofortiger Wechsel meistens, insbesondere wenn deutliche Ersparnisse im Jahresvergleich möglich sind.
- Der technische Lieferantenwechsel erfolgt seit 2025 innerhalb eines Werktages, aber vertragliche Fristen und Kündigungen müssen trotzdem eingehalten werden.
- Bonuszahlungen sind an Bedingungen geknüpft, lassen sich nicht immer sofort ausbezahlen und sollten nicht als alleiniges Wechselkriterium betrachtet werden.
- Ein jährlicher Check bei Vergleichsportalen wie Tarifly kann Tausende Euro sparen, da Preise und Angebote sich schnell ändern.
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Inhaltsverzeichnis
- Schnell‑Check: Was Sie jetzt prüfen sollten
- Wann genau lohnt sich ein Wechsel?
- Benötigte Unterlagen und Begriffserklärungen
- Kündigungsfristen und wann Sie selbst aktiv werden müssen
- Der technische Wechselprozess: Was die 24‑Stunden‑Regel wirklich bedeutet
- Wie Sie Tarife richtig vergleichen: Bonus, Preisgarantie und Laufzeit
- Schritt für Schritt: Vom Vergleich bis zur Zählerstandsmeldung
- Wenn etwas schiefgeht: Ersatzversorgung und Ansprechpartner
- Wechselbarrieren erkennen und überwinden
- Wechselprämien richtig einordnen
- Was passiert mit Abschlägen und Abrechnungen beim Wechsel?
- Doppellieferungen und Lieferunterbrechungen vermeiden
- Perspektive des Herausgebers: Warum jährliches Prüfen wichtig ist
- Wie Tarifly Ihnen den Wechsel abnimmt
- Quellen
- FAQ
Schnell‑Check: Was Sie jetzt prüfen sollten
Bevor Sie irgendetwas kündigen oder unterschreiben, brauchen Sie drei Zahlen von Ihrer letzten Stromrechnung. Ohne die geht gar nichts, mit denen dauert der ganze Vorgleich keine zehn Minuten.
- Jahresverbrauch in kWh: Steht meist oben auf der Abrechnung oder im Vertrag. Wer keine aktuelle Rechnung findet, kann grob mit 1.500 kWh pro Person im Haushalt rechnen.
- MaLo‑ID und Kundennummer: Beide finden sich im Kleingedruckten der Rechnung, oft direkt unter der Adresse oder bei den Vertragsdaten.
- Aktueller Arbeitspreis pro kWh und Grundpreis: Diese beiden Werte zusammen ergeben Ihre tatsächlichen Jahreskosten.
Die Rechnung dahinter ist simpel: Arbeitspreis mal Jahresverbrauch, plus Grundpreis, ergibt die Jahreskosten. Vergleichen Sie diese Summe mit einem neuen Angebot über denselben Zeitraum. Als Faustregel gilt: Eine deutliche Ersparnis im Jahr macht den Aufwand eines Wechsels für die meisten Haushalte lohnenswert, bei kleineren Beträgen kommt es auf die individuelle Situation an. Ein Vergleichsrechner wie der von Tarifly übernimmt diese Berechnung automatisch, wenn Sie PLZ und Verbrauch eingeben.
Wann genau lohnt sich ein Wechsel?
Nicht jede Situation ist gleich dringend. Manche Fälle verlangen sofortiges Handeln, andere sind eher eine Frage der Gewohnheit.
- Sie stecken in der Grundversorgung: Dieser Tarif ist fast immer teurer als reguläre Verträge, weil er als Auffangnetz ohne Wettbewerbsdruck kalkuliert wird.
- Ihr Anbieter kündigt eine Preiserhöhung an: Hier greift häufig ein Sonderkündigungsrecht, mit dem Sie schneller aussteigen können als über die reguläre Frist.
- Ihr Bonus läuft aus: Viele Tarife wirken im ersten Jahr günstig, weil ein Sofortbonus den Gesamtpreis drückt. Im zweiten Jahr ohne Bonus zahlen Sie oft deutlich mehr, wenn Sie nicht rechtzeitig vergleichen.
- Sie ziehen um: Ein Umzug ist ein guter Anlass, den Vertrag komplett neu zu prüfen statt ihn einfach mitzunehmen, wie die Anleitung zum Strom ummelden beim Umzug zeigt.
Bei angekündigten Preiserhöhungen sollten Sie besonders wachsam sein, da das Zeitfenster für eine Sonderkündigung meist begrenzt ist.
Benötigte Unterlagen und Begriffserklärungen
Drei Begriffe verwirren fast jeden Wechselwilligen: MaLo‑ID, Zählernummer und Kundennummer. Sie klingen ähnlich, meinen aber unterschiedliche Dinge.
- MaLo‑ID (Marktlokations‑ID): Eine elfstellige Nummer, die Ihre Anschlussstelle im deutschen Strommarkt eindeutig identifiziert. Sie steht meist auf der Stromrechnung, oft in der Nähe der Zählerdaten, wie ADAC erklärt.
- Zählernummer: Bezeichnet das physische Gerät an Ihrer Wand, nicht den Vertrag. Sie kann bei einem Zählertausch wechseln, während die MaLo‑ID gleich bleibt.
- Kundennummer beim alten Anbieter: Wird für die Kündigung benötigt, nicht für den neuen Vertrag.
Profi-Tipp: Fotografieren Sie Ihre letzte Stromrechnung komplett mit dem Smartphone, bevor Sie kündigen. Dann haben Sie MaLo‑ID, Zählernummer und Kundennummer griffbereit, falls der neue Anbieter doch noch etwas nachfragt.
Geben Sie diese Daten nur an seriöse, im Vergleich sichtbare Anbieter weiter. Verbraucherschützer warnen zunehmend vor Betrugsversuchen rund um die MaLo‑ID, weil sie zur zentralen Kennung im Wechselprozess geworden ist.
Kündigungsfristen und wann Sie selbst aktiv werden müssen
Die Fristenlage ist übersichtlicher, als viele denken, wenn man die drei häufigsten Fälle trennt.
- Grundversorgung: Hier gilt eine Kündigungsfrist von zwei Wochen, Sie können also sehr kurzfristig raus.
- Reguläre Neuverträge: Seit einer Gesetzesänderung 2022 sind bei neu abgeschlossenen Verträgen kürzere Kündigungsfristen üblich. Ältere Bestandsverträge können noch längere Fristen enthalten, prüfen Sie also Ihr eigenes Vertragsdokument.
- Sonderkündigung bei Preiserhöhung: Nach Ankündigung einer Preiserhöhung besteht in der Regel ein Sonderkündigungsrecht von zwei Wochen.
Bei dieser Sonderkündigung gibt es einen Punkt, den viele übersehen: Finanztip rät ausdrücklich, in diesem Fall selbst zu kündigen, statt sich allein auf den neuen Anbieter zu verlassen. Der neue Versorger übernimmt die Kündigung zwar oft im Servicepaket, doch rechtssicher wird es erst, wenn Sie selbst schriftlich kündigen und sich den Eingang bestätigen lassen. Ein kurzer Satz reicht: „Hiermit kündige ich meinen Stromliefervertrag zum [Datum] unter Berufung auf mein Sonderkündigungsrecht wegen der angekündigten Preiserhöhung.“ Datum, Kundennummer und Unterschrift nicht vergessen.
Der technische Wechselprozess: Was die 24‑Stunden‑Regel wirklich bedeutet
Seit einer Festlegung der Bundesnetzagentur, umgesetzt am 6. Juni 2025, soll der technische Lieferantenwechsel werktags binnen 24 Stunden vollzogen werden. Das klingt nach einer Revolution, ist aber nur die halbe Wahrheit.
Wichtig zu verstehen: Die 24‑Stunden‑Regel betrifft ausschließlich den Datenaustausch zwischen Netzbetreiber, altem und neuem Lieferanten, also den technischen Umschaltvorgang der Marktlokation. Sie hebt keine vertragliche Kündigungsfrist auf. Wer noch drei Monate Vertragsbindung hat, wechselt trotzdem erst nach Ablauf dieser Frist, auch wenn die Technik theoretisch in einem Tag könnte.
- Der Wechsel läuft rein digital über die Marktkommunikation, ohne Techniker vor Ort.
- Es gibt keinen Eingriff in Leitungen oder Zähler, die Stromqualität bleibt identisch.
- Die MaLo‑ID sorgt dafür, dass die richtige Anschlussstelle zugeordnet wird. Ist sie falsch oder veraltet, verzögert sich der ganze Vorgang.
- Bei Sonderfällen wie Kundenanlagen in Mehrfamilienhäusern kann die Vergabe abweichen; dann muss der Netzbetreiber direkt eingebunden werden.
Die Verwechslung zwischen technischem Tempo und vertraglicher Bindung ist einer der häufigsten Irrtümer beim Anbieterwechsel. Wer diesen Unterschied kennt, plant realistischer und vermeidet Frust bei der Terminplanung.
Wie Sie Tarife richtig vergleichen: Bonus, Preisgarantie und Laufzeit
Ein Tarif mit 300 € Sofortbonus wirkt verlockend, sagt aber wenig über die tatsächlichen Kosten aus. Entscheidend ist der effektive Jahrespreis über die gesamte Laufzeit, nicht der Preis im ersten Monat.
Ein Beispiel macht das greifbar: Tarif A kostet 1.200 € im ersten Jahr nach Abzug eines 250‑€‑Bonus, im zweiten Jahr ohne Bonus aber 1.450 €. Tarif B kostet konstant 1.300 € pro Jahr, ohne Bonus. Über zwei Jahre gerechnet liegt Tarif A bei 2.650 €, Tarif B bei 2.600 €. Der vermeintlich teurere Tarif ohne Lockangebot gewinnt am Ende knapp.
- Prüfen Sie, wann der Bonus tatsächlich ausgezahlt wird, oft erst nach zwölf Monaten ununterbrochener Belieferung.
- Lesen Sie die Bedingungen zur Rückforderung: Manche Anbieter streichen den Bonus, wenn Sie vorzeitig kündigen.
- Eine Preisgarantie lohnt sich vor allem bei unsicherer Marktlage, kostet aber meist einen kleinen Aufschlag gegenüber variablen Tarifen.
- Kurze Laufzeiten ohne Preisgarantie geben mehr Flexibilität, bergen aber das Risiko steigender Preise nach wenigen Monaten.
Profi-Tipp: Seien Sie skeptisch bei Tarifen, die eine Vorkasse für mehrere Monate verlangen oder einen auffällig niedrigen Erstjahrespreis ohne erkennbare Gegenfinanzierung anbieten. Seriöse Anbieter arbeiten fast immer mit monatlichen Abschlägen.
Finanztip empfiehlt grundsätzlich, den Bonus als netten Nebeneffekt zu behandeln und nicht als Hauptkriterium. Wer tiefer in Bonusmodelle einsteigen will, findet im Ratgeber zu Stromanbietern mit Sofortbonus weitere Rechenbeispiele.
Schritt für Schritt: Vom Vergleich bis zur Zählerstandsmeldung
Der eigentliche Wechsel folgt einer festen Reihenfolge. Wer sie einhält, vermeidet die meisten Probleme von vornherein.
- Verbrauch und Postleitzahl eingeben: Nutzen Sie einen Vergleichsrechner, geben Sie Ihren Jahresverbrauch aus der letzten Rechnung ein.
- Tarife filtern: Setzen Sie Kriterien wie Preisgarantie, Laufzeit und Ökostromanteil, statt nur nach dem niedrigsten Preis zu sortieren.
- Vertrag abschließen: Meist online, mit Bestätigung per E‑Mail innerhalb weniger Minuten.
- Vollmacht erteilen oder selbst kündigen: Bei regulärem Wechsel übernimmt der neue Anbieter oft die Kündigung per Vollmacht. Bei Sonderkündigung wegen Preiserhöhung kündigen Sie besser selbst, wie im Abschnitt zu den Fristen beschrieben.
- Zählerstand am Wechseltag ablesen: Notieren Sie den genauen Stand und melden Sie ihn sowohl dem alten als auch dem neuen Anbieter sowie dem Netzbetreiber, falls dieser danach fragt.
- Auftragsbestätigung prüfen: Kontrollieren Sie Name, Adresse, MaLo‑ID und vereinbarten Starttermin auf Richtigkeit, bevor Sie die Unterlagen ablegen.
Eine Vollmacht sollte immer Name, Adresse, Kundennummer beim alten Anbieter und das gewünschte Kündigungsdatum enthalten. Ohne diese Angaben kann der neue Anbieter den Vorgang nicht rechtssicher durchführen.
Profi-Tipp: Machen Sie am Wechseltag ein Foto vom Zählerstand mit sichtbarem Datum auf dem Display eines Smartphones. Das ist im Streitfall der einfachste Beleg, den Sie vorlegen können. Eine ausführliche Anleitung zum korrekten Ablesen bietet der Ratgeber Stromzähler ablesen.
Wenn etwas schiefgeht: Ersatzversorgung und Ansprechpartner
Ein abgelehnter Auftrag oder eine verspätete Umstellung ist ärgerlich, aber selten folgenreich. Sie stehen nie ohne Strom da, weil in solchen Fällen automatisch die Ersatzversorgung durch den örtlichen Grundversorger einspringt.
- Sichern Sie Screenshots der Auftragsbestätigung, Vertragskopien und den Schriftverkehr mit beiden Anbietern.
- Die Ersatzversorgung kann teurer sein als reguläre Tarife, lässt sich aber jederzeit kündigen, sobald der neue Vertrag greift.
- Bei anhaltenden Problemen wenden Sie sich an den Netzbetreiber, die Bundesnetzagentur oder die örtliche Verbraucherzentrale.
- Dokumentieren Sie jeden Kontakt mit Datum und Ansprechpartner, das beschleunigt spätere Klärungen erheblich.
Wechselbarrieren erkennen und überwinden
Manchmal lehnt ein neuer Anbieter einen Vertrag ab, meist wegen einer negativen Bonitätsauskunft. Das ist unangenehm, aber kein Weltuntergang, denn nicht jeder Versorger prüft gleich streng.
Eine Bonitätsprüfung dient dem Anbieter dazu, das Risiko eines Zahlungsausfalls einzuschätzen, besonders bei monatlichen Abschlägen ohne Vorkasse. Wird ein Antrag abgelehnt, hilft oft ein Wechsel zu einem Anbieter, der eine Vorauskasse oder eine höhere Kaution akzeptiert, statt eine reine Bonitätsabfrage zu verlangen. Manche regionale Grundversorger sind bei der Prüfung großzügiger als bundesweite Discounter, weil sie ohnehin zur Belieferung verpflichtet sind.
Eine weitere häufige Hürde: fehlerhafte oder veraltete Vertragsdaten, etwa eine falsch übertragene MaLo‑ID oder ein Tippfehler in der Adresse. Das führt zu automatischen Ablehnungen im System, lässt sich aber meist mit einem kurzen Anruf beim neuen Anbieter klären. Auch laufende Streitigkeiten mit dem bisherigen Versorger, etwa über offene Rechnungen, können einen Wechsel verzögern. Hier hilft es, offene Posten vor dem Wechselantrag zu klären oder zumindest transparent zu kommunizieren. Wer wiederholt abgelehnt wird, sollte prüfen, ob ein Auskunfteieintrag zu Unrecht besteht, und diesen gegebenenfalls korrigieren lassen.
Wechselprämien richtig einordnen
Ein Wechselbonus von 200 bis 400 € klingt nach barem Geld, ist aber an Bedingungen geknüpft, die viele erst nach der Unterschrift lesen. Die Auszahlung erfolgt fast immer erst nach einer bestimmten Vertragslaufzeit, häufig nach zwölf Monaten ununterbrochener Belieferung ohne Zahlungsrückstand.
Kündigen Sie vorzeitig, verfällt der Bonus in vielen Fällen komplett oder wird anteilig zurückgefordert. Manche Anbieter zahlen den Bonus zudem nicht als Barauszahlung, sondern verrechnen ihn direkt mit der Jahresabrechnung, was die tatsächliche Ersparnis auf den ersten Blick verschleiert. Prüfen Sie deshalb immer drei Punkte: den genauen Auszahlungszeitpunkt, die Bedingungen für eine Rückforderung und ob der Bonus sich auf den Grundpreis oder den Arbeitspreis bezieht. Ein Bonus, der nur einmalig gilt, verändert die laufenden Monatskosten nicht, sondern wirkt sich nur auf die Jahresendabrechnung aus. Wer diesen Unterschied ignoriert, überschätzt leicht die tatsächliche Ersparnis eines Tarifs.
Was passiert mit Abschlägen und Abrechnungen beim Wechsel?
Der Wechsel selbst hat keinen direkten Einfluss auf laufende Abschlagszahlungen an den alten Anbieter, solange der Vertrag noch aktiv ist. Erst mit dem tatsächlichen Lieferbeginn beim neuen Anbieter enden die Zahlungen an den alten.
Zum Wechseltermin erstellt der bisherige Versorger eine Schlussrechnung auf Basis des gemeldeten Zählerstands. Haben Sie über die Laufzeit zu viel gezahlt, erhalten Sie eine Rückerstattung, meist innerhalb weniger Wochen. Haben Sie zu wenig gezahlt, etwa weil der Verbrauch höher lag als kalkuliert, wird eine Nachzahlung fällig. Der neue Anbieter berechnet die monatlichen Abschläge auf Basis Ihres angegebenen Jahresverbrauchs neu, was gerade im ersten Jahr zu Abweichungen führen kann, wenn sich Ihr tatsächlicher Verbrauch ändert. Es lohnt sich, die Abschlagshöhe nach den ersten Monaten zu prüfen und bei deutlichen Abweichungen anzupassen, um eine böse Überraschung bei der Jahresabrechnung zu vermeiden.
Doppellieferungen und Lieferunterbrechungen vermeiden
Eine echte Stromunterbrechung während des Wechsels kommt praktisch nicht vor, weil die Netzinfrastruktur unabhängig vom Liefervertrag funktioniert. Die Sorge vieler Verbraucher, während des Anbieterwechsels kurzzeitig ohne Strom dazustehen, ist unbegründet.
Was tatsächlich vorkommen kann, ist eine sogenannte Doppelbelieferung: Beide Anbieter, der alte und der neue, gehen für einen kurzen Zeitraum davon aus, Sie zu beliefern, meist wegen eines Datenfehlers bei der Übermittlung des Wechseltermins. Das klärt sich in aller Regel automatisch über die Marktkommunikation zwischen den Lieferanten und dem Netzbetreiber, kann aber zu einer verwirrenden doppelten Rechnung führen. Widersprechen Sie in einem solchen Fall schriftlich der überflüssigen Rechnung und verweisen Sie auf Ihren tatsächlichen Vertragsbeginn beim neuen Anbieter. Bewahren Sie beide Auftragsbestätigungen auf, das erleichtert die Klärung erheblich. Bleibt die Situation länger als ein paar Wochen ungeklärt, hilft ein Anruf beim Netzbetreiber, der die Zuordnung der Marktlokation letztlich verwaltet.
Perspektive des Herausgebers: Warum jährliches Prüfen wichtig ist
Die meisten Menschen wechseln ihren Stromtarif seltener als ihr Smartphone. Das ist ökonomisch unsinnig, denn während ein Handyvertrag oft über zwei Jahre stabil bleibt, verändern sich Strompreise und Bonusangebote quasi jährlich. Wer seinen Tarif einmal eingerichtet hat und dann vergisst, zahlt oft stillschweigend den sogenannten Bestandskundenaufschlag, weil Neukundenboni naturgemäß nur für Neukunden gelten.
Vergleichsportale wurden genau für diese Trägheit gebaut: als Ort, an dem man in wenigen Minuten sieht, ob der eigene Tarif noch zeitgemäß ist, ohne sich durch zehn verschiedene Anbieterseiten klicken zu müssen. Solche Plattformen verdienen nichts daran, Nutzer zu einem bestimmten Anbieter zu drängen, sondern zeigen schlicht auf, was der Markt gerade hergibt.
Mein Rat als Autor, der sich seit Jahren mit Verbraucherthemen rund um Tarife beschäftigt: Setzen Sie sich einen festen Termin, etwa einmal im Jahr kurz nach dem Jahreswechsel, um Ihren Stromtarif zu prüfen. Das kostet zehn Minuten und spart im Zweifel deutlich mehr, als die meisten Leute für möglich halten.
— Abdulrhman
Wie Tarifly Ihnen den Wechsel abnimmt
Ein Tarifvergleich sollte keine Nachmittagsbeschäftigung sein. Genau das ist der Unterschied bei Tarifly: Sie geben Postleitzahl und Jahresverbrauch ein, das System filtert aus allen verfügbaren Angeboten die passenden heraus, inklusive Preisgarantie, Laufzeit und Bonusbedingungen auf einen Blick.
Die Plattform zeigt ausschließlich seriöse Anbieter und schlüsselt sämtliche Kosten transparent auf, ohne versteckte Gebühren im Kleingedruckten. Neben Strom lassen sich über dieselbe Oberfläche auch Gastarife, Internetanschlüsse und weitere Verträge vergleichen, was praktisch ist, wenn ohnehin gerade ein Umzug oder eine Vertragsprüfung ansteht. Wer konkret einsteigen möchte, findet auf der Vergleichsseite für den Stromanbieterwechsel eine Schritt‑für‑Schritt‑Übersicht samt Rechner. Geben Sie Ihre Daten ein, vergleichen Sie die Angebote in Ruhe und entscheiden Sie erst dann, ob und zu wem Sie wechseln.
Quellen
Für die rechtlichen Details lohnt der direkte Blick in Primärquellen: die Bundesnetzagentur zu den Regeln des Lieferantenwechsels, die Verbraucherzentrale Berlin mit praktischen Checklisten sowie Finanztip für Berechnungsbeispiele und Einordnung von Bonusangeboten.
FAQ
Kann man seinen Stromanbieter einfach wechseln?
Ja, der Wechsel ist für Verbraucher in der Regel kostenlos und unkompliziert, es gibt keinen Eingriff in Leitungen oder Zähler. Sie müssen lediglich einen neuen Vertrag abschließen, den alten fristgerecht kündigen und den Zählerstand am Stichtag melden.
Wie wechselt man in Deutschland den Stromanbieter?
Sie vergleichen Tarife anhand von Postleitzahl und Jahresverbrauch, schließen online den passenden Vertrag ab und erteilen dem neuen Anbieter meist eine Vollmacht zur Kündigung des alten Vertrags. Am Wechseltag lesen Sie den Zählerstand ab und melden ihn dem alten sowie dem neuen Anbieter, eine ausführliche Anleitung bietet der Ratgeber zum Stromanbieterwechsel.
Welcher Stromanbieter ist der billigste und beste?
Das hängt vom individuellen Verbrauch und der Postleitzahl ab, da Netzentgelte und regionale Angebote stark variieren. Ein Vergleich über Tarifly zeigt anhand Ihrer eigenen Daten, welcher Tarif aktuell den niedrigsten effektiven Jahrespreis bietet.
Ist es möglich, sofort einen Stromanbieter zu wechseln?
Der technische Umschaltvorgang kann seit einer Festlegung der Bundesnetzagentur werktags innerhalb von 24 Stunden erfolgen, doch bestehende Kündigungsfristen im laufenden Vertrag bleiben davon unberührt. Wer keinen laufenden Vertrag mehr hat oder sich in der Grundversorgung befindet, profitiert also am stärksten von dieser schnellen technischen Umsetzung.
Was kostet die Nutzung von Tarifly?
Der Tarifvergleich über Tarifly ist für Verbraucher kostenlos, die Plattform finanziert sich über Provisionen der Anbieter bei erfolgreichem Vertragsabschluss. Aktuelle Details zu einzelnen Tarifen finden Sie direkt auf Tarifly.







