Günstige Handytarife 2026: Vergleich, Netze & Spartipps

Günstige Handytarife 2026 vergleichen: So wählen Sie Netz, Datenvolumen, Laufzeit und Tarifmodell passend zu Ihrem Bedarf und vermeiden unnötige Kosten.
Illustration Zum Vergleich Günstiger Handytarife 2026 Mit Smartphone, Sim-Karte Und Netzsignal

Günstige Handytarife erkennt man 2026 nicht allein am niedrigsten Monatspreis. Entscheidend ist, ob Datenvolumen, Netz, Laufzeit und mögliche Zusatzkosten zu Ihrem tatsächlichen Bedarf passen. Wer diese Punkte getrennt betrachtet, kann Angebote klarer vergleichen und vermeidet, für ungenutzte Leistungen oder einen nur vorübergehend günstigen Aktionspreis zu zahlen.

Beginnen Sie deshalb nicht mit einer Anbieterliste, sondern mit Ihrem eigenen Nutzungsprofil: Wie viel mobile Daten benötigen Sie, an welchen Orten muss das Netz zuverlässig funktionieren und wie wichtig ist Ihnen eine kurze Vertragsbindung? Erst danach lohnt sich der Preisvergleich. Ein günstiger Tarif ist am Ende derjenige, der die benötigte Leistung zu transparenten Gesamtkosten liefert.

Was macht günstige Handytarife wirklich günstig?

Der Grundpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Ein Angebot kann im ersten Moment billig wirken und über die gesamte Nutzungsdauer dennoch teurer ausfallen, wenn nach einer Aktionsphase der Preis steigt, eine Anschlussgebühr hinzukommt oder ein zu knappes Datenpaket regelmäßig nachgebucht werden muss.

Monatspreis und Aktionszeitraum getrennt prüfen

Schauen Sie darauf, ob der beworbene Preis dauerhaft gilt oder nur für die ersten Monate. Rechnen Sie einmalige Kosten und feste Monatsentgelte für denselben Zeitraum zusammen. Ein Vergleich über zwölf oder 24 Monate ist oft deutlich transparenter als der Blick auf eine einzelne Monatsrate.

Gesamtkosten einfach selbst berechnen

Für einen fairen Vergleich genügt meist eine einfache Rechnung: Addieren Sie alle monatlichen Grundpreise über den gewählten Zeitraum sowie Anschluss-, Bereitstellungs- oder Versandkosten. Ziehen Sie nur Rabatte ab, deren Bedingungen klar erfüllt sind. Wird der Tarif nach einigen Monaten teurer, rechnen Sie die zweite Preisstufe vollständig mit ein.

Datenvolumen passend statt möglichst groß wählen

Messenger, E-Mail und Navigation verursachen meist einen anderen Datenbedarf als regelmäßiges Videostreaming oder die Nutzung des Smartphones als Hotspot. Ein großes Datenpaket ist nur dann sinnvoll, wenn Sie es auch benötigen. Prüfen Sie den Verbrauch der letzten Monate in den Einstellungen Ihres Smartphones oder in der App Ihres bisherigen Anbieters und planen Sie einen realistischen Puffer ein.

Laufzeit und Flexibilität mitbewerten

Monatlich kündbare SIM-only-Tarife sind praktisch, wenn Sie flexibel bleiben möchten. Eine längere Mindestlaufzeit kann trotzdem sinnvoll sein, wenn die Gesamtkosten stimmen oder ein Smartphone Teil des Angebots ist. Vergleichen Sie daher nicht nur die Vertragsdauer, sondern immer das gesamte Paket.

Welches Mobilfunknetz passt zu Ihrem Alltag?

In Deutschland werden öffentliche Mobilfunkdienste über vier Netze bereitgestellt: Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1. Viele Discount- und Zweitmarken nutzen eines dieser Netze. Für den Vergleich ist daher nicht nur der Markenname wichtig, sondern vor allem, in welchem Netz der konkrete Tarif funkt.

Netzqualität ist lokal. Ein Tarif kann in einer Region sehr gut funktionieren und an einem anderen Wohn- oder Arbeitsort deutlich schwächer sein. Prüfen Sie deshalb die Versorgung zu Hause, am Arbeitsplatz und auf typischen Pendelstrecken. Die Bundesnetzagentur informiert über Mobilfunkversorgung und Netzunterschiede.

Nationale 4G- oder 5G-Abdeckungswerte ersetzen keine lokale Prüfung. Selbst im selben Netz können sich Tarife bei maximaler Datenrate, 5G-Freischaltung, eSIM oder MultiSIM unterscheiden. Lesen Sie deshalb die Tarifdetails und nicht nur den Netznamen.

Für einen breiteren Marktüberblick können Sie aktuelle Angebote im Tarifly-Handytarifvergleich gegenüberstellen.

Zweitmarke ist nicht automatisch dasselbe wie der Netzbetreiber

Ein niedriger Preis entsteht oft dadurch, dass eine Zweitmarke das Netz eines großen Betreibers nutzt, aber nicht jedes Leistungsmerkmal des Premiumtarifs mitliefert. Typische Unterschiede betreffen die maximale Geschwindigkeit, die 5G-Freischaltung, Priorisierung bei hoher Auslastung, Hotspot-Nutzung oder Extra-Karten.

Das muss kein Nachteil sein. Wer vor allem im WLAN unterwegs ist und unterwegs Messenger nutzt, merkt viele dieser Unterschiede kaum. Wer dagegen unterwegs arbeitet, regelmäßig einen Hotspot braucht oder in einer schlecht versorgten Lage wohnt, sollte das Heimatnetz und die Tarifgrenzen ausdrücklich prüfen statt nur die Marke.

Prepaid, SIM-only oder Handyvertrag mit Smartphone?

Prepaid eignet sich für Nutzer, die ihre Kosten direkt kontrollieren und keine klassische lange Vertragsbindung möchten. Entscheidend sind dabei der Abrechnungszeitraum, das enthaltene Datenvolumen und die Regeln für eine automatische Verlängerung gebuchter Optionen. Aktuelle Angebote finden Sie im Tarifly-Bereich für Prepaid-Tarife.

Ein SIM-only-Vertrag ist häufig übersichtlich, wenn Sie bereits ein gutes Smartphone besitzen. Geräte- und Tarifkosten bleiben getrennt. Für Nutzer, die vor allem mobiles Datenvolumen benötigen, kann zusätzlich ein Blick auf Datentarife sinnvoll sein. Einen strukturierten Vergleich ohne Gerät finden Sie auch im SIM-only Vergleich 2026.

Ein Vertrag mit Smartphone kann passen, wenn ohnehin ein neues Gerät angeschafft werden soll. Rechnen Sie vollständig: Addieren Sie alle monatlichen Zahlungen, Einmalzahlungen und festen Gebühren und vergleichen Sie diese Summe mit dem freien Gerätepreis plus einem passenden SIM-only-Tarif.

Wie viel Datenvolumen brauchen Sie 2026?

Eine pauschale Gigabyte-Empfehlung ist selten präzise. Der zuverlässigste Ausgangspunkt ist Ihr eigener Verbrauch. Prüfen Sie mehrere Monate, weil Urlaubszeiten, mobiles Arbeiten oder längere Fahrten den Bedarf zeitweise verändern können.

  • Leichte Nutzung: Messenger, E-Mail, Navigation und gelegentliche Social-Media-Nutzung benötigen vergleichsweise wenig Daten.
  • Normale Nutzung: tägliche soziale Netzwerke, Musikstreaming, Navigation und gelegentliche Videos erhöhen den Verbrauch spürbar.
  • Intensive Nutzung: häufiges Videostreaming, große Downloads oder regelmäßige Hotspot-Nutzung sprechen für ein deutlich größeres Datenpaket oder eine Unlimited-Option.

Prüfen Sie ebenfalls, was nach Verbrauch des Inklusivvolumens passiert. Manche Angebote reduzieren die Geschwindigkeit, andere ermöglichen kostenpflichtige Zusatzpakete. Für die Alltagstauglichkeit kann diese Regel wichtiger sein als ein kleiner Unterschied im Grundpreis.

Datenautomatik kann den günstigen Tarif teuer machen

Viele Tarife buchen nach dem Inklusivvolumen automatisch ein Zusatzpaket nach. Das wirkt bequem, bis aus zwei oder drei Nachbuchungen im Monat ein zweiter Grundpreis geworden ist. Andere Tarife drosseln stattdessen die Geschwindigkeit. Das ist ärgerlich, bleibt aber kalkulierbar.

Wer ein knappes Budget hat, sollte die Automatik in den Tarifdetails suchen und im Kundenkonto deaktivieren können. Ein Tarif ohne Nachbuchung ist oft die klarere Lösung. Tarifly ordnet das im Ratgeber Handytarif ohne Datenautomatik ein.

Handytarife vergleichen: Diese Kosten und Leistungen gehören auf die Liste

Ein sauberer Vergleich wird einfacher, wenn Sie dieselben Kriterien für jeden Tarif verwenden.

  • monatlicher Grundpreis sowie Preis nach einer möglichen Aktionsphase
  • einmalige Anschluss-, Bereitstellungs- oder Versandkosten
  • Datenvolumen und Regelung nach Verbrauch
  • genutztes Mobilfunknetz und Versorgung an wichtigen Orten
  • 5G, eSIM, MultiSIM und mögliche Geschwindigkeitsgrenzen
  • Mindestlaufzeit, Verlängerung und Kündigungsbedingungen
  • EU-Roaming und Bedingungen für die Auslandsnutzung
  • Gesamtkosten, falls ein Smartphone enthalten ist

Zusätzlich lohnt ein Blick in die Vertragszusammenfassung des Anbieters. Sie soll die wesentlichen Leistungsmerkmale, Preise, Laufzeit sowie Bedingungen für Verlängerung und Kündigung kompakt darstellen.

Vertragszusammenfassung vor dem Abschluss gegenprüfen

Nutzen Sie die Vertragszusammenfassung wie eine letzte Kontrollliste. Stimmen Grundpreis und mögliche spätere Preisstufen mit dem Angebot überein? Ist die vereinbarte Datenmenge korrekt aufgeführt? Passen Laufzeit und Kündigungsbedingungen? Prüfen Sie auch, ob Zusatzoptionen oder einmalige Entgelte auftauchen, die im ersten Angebotsbild leicht übersehen werden.

Vergleichsportale sinnvoll filtern

Ein Portal zeigt zuerst oft die Angebote, die sich gut vermitteln lassen, nicht automatisch die für Sie passenden. Stellen Sie Filter für Netz, Datenvolumen, Laufzeit und Anschlussgebühr. Sortieren Sie nicht nur nach dem ersten Monatspreis.

Jahrestarife und Prepaid-Jahreskarten wirken im Monatsdurchschnitt niedrig, weil die Summe vorab fällig wird. Das ist kein versteckter Trick, aber ein anderer Liquiditätsbedarf. Wer den Betrag nicht auf einmal zahlen kann, sollte sie nicht mit einem monatlich kündbaren Tarif gleichsetzen.

Familienkarten und MultiSIM: Extra-SIM nicht unterschätzen

Eine zweite Karte für Tablet, Smartwatch oder ein weiteres Handy wirkt günstig, solange nur der Aufpreis der Karte betrachtet wird. Relevant ist, ob die Karte eigenes Datenvolumen bekommt, das Hauptvolumen mitnutzt oder separat abgerechnet wird. Manche Discount-Tarife kennen keine MultiSIM. Dann bleibt nur ein zweiter Vertrag.

Rechnen Sie die zweite Karte über zwölf Monate. Kommt noch eine Geräteversicherung oder eine Watch-Option dazu, verschwindet der Vorteil des günstigen Haupttarifs schnell. Einen Überblick gibt der MultiSIM-Vergleich.

5G, eSIM und Roaming: Extras nur nach echtem Bedarf wählen

Technische Extras sind nützlich, wenn sie zu Ihrer Nutzung passen. 5G kann relevant sein, wenn die Versorgung an Ihren Aufenthaltsorten vorhanden ist und der konkrete Tarif 5G tatsächlich freischaltet. Eine eSIM erleichtert den digitalen Tarifwechsel auf kompatiblen Geräten. Grundlagen finden Sie im Tarifly-Ratgeber zu eSIM-Tarifen.

Beim Reisen innerhalb der EU und des EWR gilt grundsätzlich das Prinzip „Roam like at home“. Bei sehr günstigen oder unbegrenzten Datentarifen können für die Datennutzung im Ausland Fair-Use-Grenzen gelten. Die Europäische Kommission erläutert die aktuellen EU-Roaming-Regeln.

Eine ausführlichere Einordnung finden Sie im Tarifly-Ratgeber zu EU-Roaming 2026. Außerhalb der EU können andere Preise gelten. Vor einer Reise ist ein Blick in die aktuelle Roaming-Preisliste des eigenen Anbieters sinnvoll.

Rufnummer mitnehmen und alten Vertrag richtig beenden

Wenn Sie beim Tarifwechsel Ihre bisherige Mobilfunknummer behalten möchten, sollten die Kundendaten beim alten und neuen Anbieter übereinstimmen. Name, Anschrift und Geburtsdatum müssen korrekt hinterlegt sein.

Die Rufnummernmitnahme ist kostenfrei. Bei Mobilfunk kann eine Portierung auch schon vor dem Ende des bisherigen Vertrags erfolgen. Darüber hinaus besteht grundsätzlich noch bis einen Monat nach Vertragsende ein gesetzlicher Anspruch, die Mitnahme der Rufnummer zu beantragen. Die Bundesnetzagentur erläutert die Regeln zum Anbieterwechsel und zur Rufnummernmitnahme.

Bei Laufzeit, Verlängerung und Kündigung sind die konkreten Vertragsunterlagen maßgeblich. Die Bundesnetzagentur informiert über Telekommunikationsverträge, darunter die Vertragszusammenfassung, maximale anfängliche Laufzeiten und die Kündigung nach einer stillschweigenden Verlängerung.

Praktisch ist es, Portierung, Kündigung und Start des neuen Tarifs gemeinsam zu planen. So lassen sich Doppelzahlungen oder eine Unterbrechung eher vermeiden.

Wann lohnt sich ein Tarifwechsel?

Ein Wechsel kann sinnvoll sein, wenn Ihr aktueller Tarif deutlich mehr Daten enthält als Sie benötigen, Ihr Datenvolumen regelmäßig nicht ausreicht, die Netzqualität an wichtigen Orten unzureichend ist oder ein früherer Aktionspreis ausgelaufen ist.

Ein kurzer Tarifcheck alle sechs bis zwölf Monate reicht oft. Das bedeutet nicht, bei jeder Aktion sofort zu wechseln. Entscheidend ist, ob ein neues Angebot nach vollständiger Kostenrechnung und unter Berücksichtigung von Netz und Leistung tatsächlich besser passt.

Mitten in einer Mindestlaufzeit zu wechseln lohnt selten, wenn eine Restzahlung oder eine neue Bindung entsteht. Sinnvoller ist der Wechsel zum Vertragsende oder in einen Tarif ohne neue 24-Monats-Frist, wenn die Lebenssituation unsicher ist.

Nach der stillschweigenden Verlängerung monatlich kündbar?

Viele Laufzeitverträge verlängern sich, wenn niemand kündigt. Nach dieser Verlängerung gelten oft kürzere Fristen als zu Beginn. Das steht in der Vertragszusammenfassung, nicht im Werbebanner. Wer den Termin verpasst hat, muss den Vertrag deshalb nicht zwei weitere Jahre hinnehmen. Die genaue Frist ergibt sich aus dem eigenen Vertrag und den Regeln, die die Bundesnetzagentur für Telekommunikationsverträge beschreibt.

Legen Sie sich den Endtermin der Mindestlaufzeit und die Kündigungsfrist direkt nach Vertragsstart in den Kalender. Eine Erinnerung sechs Wochen vorher reicht in den meisten Fällen, um den nächsten Vergleich in Ruhe zu machen statt unter Zeitdruck.

Was ein günstiger Tarif nicht leisten muss

Ein günstiger Handytarif muss kein Unlimited-Versprechen, kein neues Flaggschiff-Handy und keine unbegrenzte Hotspot-Nutzung enthalten. Er muss die Gespräche, Nachrichten und Daten abdecken, die im Alltag wirklich anfallen, ohne versteckte Folgekosten.

Jugend- oder Sozialtarife sollten nur dann in den Vergleich, wenn der Anbieter die Voraussetzungen aktuell ausweist. Eine Werbezeile reicht nicht. Dasselbe gilt für Wechselboni: Sie gehören in die Gesamtrechnung, sobald die Auszahlung klar an eine Mindestvertragslaufzeit oder eine Portierung gekoppelt ist. Fehlt diese Klarheit, rechnen Sie ohne Bonus.

Wer viel im EU-Ausland mobil arbeitet, prüft zusätzlich die Fair-Use-Grenze des konkreten Tarifs. Roam like at home bedeutet nicht, dass jedes unbegrenzte Datenpaket im Urlaub unbegrenzt weiterläuft. Die Grenze steht in den Tarifbedingungen, nicht in der Überschrift „EU inklusive“.

Auch die Versand- oder Aktivierungsgebühr gehört in dieselbe Rechnung. Fünf oder zehn Euro einmalig wirken gering, verschieben aber den Monatsdurchschnitt eines sehr günstigen Tarifs. Rechnen Sie diese Position immer auf die geplante Nutzungsdauer um. Bleibt der Tarif danach immer noch tragbar und das Netz passt, ist der Abschluss nachvollziehbar. Sonst ist das nächstgünstige Angebot mit klareren Konditionen oft die ruhigere Wahl.

Verbrauch im Smartphone und im Kundenkonto prüfen

Der eigene Datenverbrauch steht an zwei Stellen: in den Systemeinstellungen des Smartphones und im Kundenkonto des bisherigen Anbieters. Beide Werte können voneinander abweichen. Das Smartphone zählt oft den gesamten mobilen Traffic, inklusive Hotspot. Der Anbieter zählt das, was im gebuchten Tarifvolumen landet. Für die Tarifwahl ist der Anbieterwert der relevantere, weil er über Drossel, Nachbuchung oder eine mögliche Rechnung entscheidet.

Schauen Sie nicht nur den letzten Monat an. Urlaub, Pendeln ohne WLAN oder ein Software-Update können einen einzelnen Monat nach oben ziehen. Drei Monate hintereinander geben ein ruhigeres Bild. Liegt der Verbrauch dauerhaft knapp unter dem Inklusivvolumen, ist ein etwas größeres Paket oft die einfachere Lösung als eine Automatik, die bei jedem Überschreiten nachbucht.

Notieren Sie parallel, wie oft Sie wirklich ohne WLAN unterwegs sind. Wer werktags im Büro-WLAN und abends im Heimnetz surft, braucht unterwegs oft weniger Daten als die Monatsstatistik zuerst vermuten lässt. Umgekehrt gilt das für Menschen ohne festen Internetzugang zu Hause: Dann ist der Handytarif kein Zusatz, sondern der Hauptanschluss, und ein knappes Paket wird schnell unpraktisch.

Widerruf, Vertragsstart und Doppelzahlung vermeiden

Beim Wechsel entstehen häufig zwei Verträge für kurze Zeit: der alte läuft noch, der neue ist schon aktiv. Das ist nicht automatisch ein Fehler. Eine Überlappung von wenigen Tagen kann sogar helfen, wenn die Rufnummer portiert wird. Teuer wird es erst, wenn beide Verträge monatelang parallel laufen, weil das Enddatum des alten Vertrags nicht zum Start des neuen passt.

Ein Fernabsatzvertrag über das Internet kann in der Regel widerrufen werden. Die Frist und die Form stehen in den Vertragsunterlagen des Anbieters. Der Widerruf ist etwas anderes als die ordentliche Kündigung nach der Mindestlaufzeit. Wer unsicher ist, prüft beide Wege getrennt und setzt keine der beiden Fristen mit der anderen gleich.

Praktisch hilft eine kleine Zeitlinie: heutiges Datum, Ende der Mindestlaufzeit, letzte mögliche Kündigung, Wunschtermin für die Portierung, Start des neuen Tarifs. Wenn diese fünf Punkte auf einem Blatt stehen, sieht man Doppelzahlungen, bevor sie entstehen. Die Bundesnetzagentur beschreibt die zentralen Regeln zu Vertrag, Wechsel und Rufnummernmitnahme; die konkreten Termine stehen trotzdem immer im eigenen Vertrag.

Fazit: Günstige Handytarife systematisch auswählen

Der passende günstige Handytarif ist der Tarif, dessen Preis, Datenmenge, Netz und Vertragsmodell zu Ihrem Alltag passen. Prüfen Sie zuerst den eigenen Datenbedarf und die lokale Netzversorgung. Vergleichen Sie danach Grundpreis, Einmalkosten, Laufzeit, Automatikregeln und Zusatzkarten über denselben Zeitraum.

Die zuverlässigste Entscheidung entsteht aus wenigen, klaren Kriterien: passendes Netz, realistisches Datenvolumen, transparente Gesamtkosten, sinnvolle Vertragsdauer und nur die Extras, die Sie tatsächlich benötigen. Prüfen Sie vor dem Abschluss noch einmal die Vertragszusammenfassung und die Versorgung an Ihren wichtigsten Nutzungsorten.

Wenn zwei Tarife nach dieser Prüfung nah beieinanderliegen, entscheidet selten der letzte Euro. Dann zählen Netz an der eigenen Adresse, ob die eSIM sofort startet, ob eine zweite Karte möglich ist und wie der Anbieter mit einer Kündigung umgeht. Diese Punkte lassen sich vor dem Abschluss klären. Nach zwölf Monaten ärgert ein unpassendes Detail mehr als ein kleiner Preisunterschied auf dem Vergleichsportal.

Häufige Fragen zu günstigen Handytarifen

Wie finde ich einen günstigen Handytarif, der wirklich zu mir passt?

Prüfen Sie zuerst Ihren tatsächlichen Datenverbrauch, die Netzversorgung an wichtigen Orten und die gewünschte Laufzeit. Vergleichen Sie anschließend Grundpreis, Einmalkosten und mögliche Preisänderungen über denselben Zeitraum.

Ist Prepaid günstiger als ein Laufzeitvertrag?

Das hängt vom Nutzungsprofil und den konkreten Angeboten ab. Prepaid bietet hohe Kostenkontrolle und Flexibilität; ein Laufzeit- oder SIM-only-Tarif kann bei regelmäßigem Datenbedarf ebenfalls sinnvoll sein. Entscheidend sind Gesamtkosten und Leistungen.

Wie viel Datenvolumen sollte ein Handytarif haben?

Orientieren Sie sich am Verbrauch der letzten Monate und planen Sie einen realistischen Puffer ein. Wer häufig Videos streamt oder einen Hotspot nutzt, benötigt meist mehr Daten als Nutzer, die unterwegs hauptsächlich Messenger, E-Mail und Navigation verwenden.

Worauf sollte ich bei einem 5G-Tarif achten?

Prüfen Sie, ob 5G im konkreten Tarif enthalten ist und ob die Versorgung an Ihren typischen Aufenthaltsorten verfügbar ist. Auch Datenvolumen, maximale Geschwindigkeit, Netz und Gesamtkosten bleiben wichtige Vergleichspunkte.

Kann ich meine Rufnummer beim Tarifwechsel behalten?

Ja. Die Rufnummernmitnahme ist kostenfrei. Achten Sie darauf, dass Ihre Kundendaten beim bisherigen und neuen Anbieter übereinstimmen, und planen Sie Portierung und Vertragsstart rechtzeitig gemeinsam.

Was ist eine Datenautomatik – und wann stört sie?

Eine Datenautomatik bucht nach dem Inklusivvolumen oft automatisch ein Zusatzpaket. Das verhindert eine Drossel, kann aber die monatlichen Kosten erhöhen. Wer ein festes Budget braucht, sollte die Regel in den Tarifdetails prüfen und die Automatik nach Möglichkeit deaktivieren.

Lohnt sich eine zweite SIM für Tablet oder Watch?

Nur wenn klar ist, ob die Extra-Karte eigenes Volumen bekommt, das Hauptvolumen teilt oder extra kostet. Manche günstigen Tarife bieten keine MultiSIM. Dann ist ein zweiter kleiner Tarif oft die transparentere Lösung.

Quellen und Referenzen

  1. Bundesnetzagentur – Mobilfunkversorgungbundesnetzagentur.deBelegt die vier Mobilfunknetze in Deutschland, Unterschiede bei Netzabdeckung und -qualität sowie die Bedeutung einer standortbezogenen Prüfung.
  2. Gigabit-Grundbuch / Bundesnetzagentur – Mobilfunknetzabdeckungbundesnetzagentur.deOffizielle Monitoringinformationen zur Flächenversorgung mit 4G und 5G; wichtig für die Einordnung nationaler Abdeckungswerte.
  3. Bundesnetzagentur – Telekommunikationsvertragbundesnetzagentur.deBelegt Vertragszusammenfassung, Laufzeiten sowie Regeln zur Verlängerung und Kündigung von Telekommunikationsverträgen.
  4. Bundesnetzagentur – Anbieterwechsel und Umzugbundesnetzagentur.deBelegt kostenfreie Rufnummernmitnahme, Datenabgleich und zentrale Regeln beim Anbieterwechsel.
  5. Europäische Kommission – Roaming: connected anywhere in the EU at no extra chargedigital-strategy.ec.europa.euBelegt Roam-Like-At-Home sowie Fair-Use-Regeln für Mobilfunknutzung im EU-Ausland.